Geplant war ein Kurzaufenthalt in Valparaiso und dann zurück nach Santiago zu fahren, um ein Wiedersehen mit Jon und Sylvain zu feiern (habe Jon seit ca. 3 Monaten nicht mehr gesehen und Sylvain seit etwas mehr als einem Monat), aber leider ist dann alles etwas anders gekommen. Ich bin mit Clayton aus den USA von Santiago nach Valparaiso gefahren, der zuvor bereits ein Monat in einer Studentenunterkunft in Valparaiso verbracht hat. Wir sind am Abend auf ein Bier gegangen und Carolina, die in Valparaiso studiert und in derselben Studentenunterkunft wohnt, war auch mit von der Partie. Wir haben jede Menge Spaß gehabt und “vino con frutas (Wein mit Früchten)“ genossen. Zwei Tage später hat mir Carolina ein bisschen die Stadt gezeigt. Wir sind in der Stadt etwas herumspaziert und dann auf einen der unzähligen “cerros (Hügel)“, um einen Panoramablick über die Stadt zu bekommen. Die Architektur der Stadt ist einzigartig, bunte kleine Häuser zusammengepfercht auf vielen kleinen Hügeln, enge Gassen, direkt am Meer und viele Häuser sind mit kunterbunten Graffitis geschmückt. Als wir ein paar Stiegen hinunter gegangen sind hat ein Dieb im Vorbeilaufen meine Kamera gestohlen (sehr übliche Technik in Valparaiso und Santiago). Carolina hat das sehr schnell realisiert und aus Reflex nach der Kamera gegriffen, aber der Dieb war stärker und hat ihr die Kamera aus der Hand gerissen und sie auch etwas geschubst und ist mit der Kamera entwischt. Sie ist neben der Stiege einen kleinen Abhang runtergestürzt und danach über eine kleine Mauer von ca. 2 Meter direkt auf den Kopf. Sie hat einen ziemlich großen Schädelbasisbruch und musste zwei Tage nach dem Unfall über Nacht operiert werden, um ein Hämatom im Kopf zu entfernen. Sie muss mindesten zwei Wochen im Krankenhaus verbringen und ich wünsche ihr die nötige Energie, um das Ganze durchzustehen und baldige Besserung!! Zur selben Zeit wurde auch zwei anderen Leuten, die in derselben Unterkunft wie ich gewohnt haben, die Kamera bzw. der ganze Rucksack auf gleiche Weise und auch mitten am helllichten Tag gestohlen. Valparaiso ist die Stadt mit den meisten Dieben in Chile, die es auf die Touristen abgesehen haben, was die Atmosphäre der Stadt tötet. Ich hätte auf jeden Fall mehr aufgepasst, wenn ich das davor gewusst hätte und wäre mit Umsicht durch die Stadt spaziert, aber dafür ist es leider zu spät.
Hier ein paar Fotos von Sylvain, der zusammen mit Jon nach Valparaiso gekommen ist:
Carolina konnte nach 10 Tage das Krankenhaus verlassen und ist zurzeit zuhause bei ihrer Familie in San Antonio, die während der Zeit im Krankenhaus rund um die Uhr für sie da war!! Sie hat sich bereits den Umständen entsprechend ziemlich gut erholt, hat keine bleibenden Schäden, kann normal lesen und fernsehen (hat also keine Probleme sich zu konzentrieren) und wird sich vollständig von dem schrecklichen Unfall erholen. Weiterhin alles Gute und baldige Besserung!!
Saturday, October 30, 2010
Thursday, October 14, 2010
6.10. – 12.10.2010 Isla de Pascua! (Osterinsel)
Isla de Pascua (http://de.wikipedia.org/wiki/Osterinsel), eine winzige Insel mitten im großen weiten Ozean ca. 3700 km entfernt vom Festland! Die Insel ist wunderschön und sehr beeindruckend und man kann problemlos einige Zeit dort verbringen. Die Inselbewohner (Rapa Nui) hätten sich vor langer Zeit fast selbst ausgelöscht und es waren nur noch etwas mehr als 100 Rapa Nui´s übrig. Gründe dafür sind Kämpfe zwischen den einzelnen Stämmen, Übernutzung der Natur (fast der ganze Baumbestand wurde gefällt und aufgrund des ständigen Windes auf der Insel wachsen die Pflanzen nicht besonders gut) und Krankheiten (die z.B. auch von Seeleuten auf die Insel gebracht wurden). Auf der ganzen Insel sind Moai’s (Steinfiguren) verstreut, die auf gigantischen Plattformen errichtet wurden. Die Rapa Nui´s haben unzählige Moai´s aus einem erloschenen Vulkan mitten auf der Insel heraus geschabt (die Geburtsstätte der Moai´s), um sie dann quer über die Insel zu transportieren und rundherum nahe des Meeres auf Plattformen zu errichten. Die einzelnen Stämme haben versucht immer größere und größere Moai´s zu errichten, um ihre Stärke und Macht zu präsentieren. Die größte Plattform auf der Insel umfasst 15 riesige tonnenschwere Moai´s.
Ich habe eine Tour gemacht, um etwas über die Geschichte der Insel zu erfahren und die ganzen Moai´s zu besichtigen und eine Wanderung quer über die Insel, um etwas vom Touristenpfad abzukommen. Die Reise ging vorbei an erloschenen Vulkanen, Höhlen (alte Lavakanäle), jeder Menge wilder Pferde, entlang der Kliffe und natürlich vielen sympathischen Moai´s! Weiters war ich Tauchen bei kristallklarem Wasser (extrem gute Sichtweite, aber im Verglich zu z.B. Belize weniger Fischbestand) und hab eine traditionelle Tanzshow der Rapa Nui genossen. War eine geniale Woche auf “der Insel“!
Ich habe eine Tour gemacht, um etwas über die Geschichte der Insel zu erfahren und die ganzen Moai´s zu besichtigen und eine Wanderung quer über die Insel, um etwas vom Touristenpfad abzukommen. Die Reise ging vorbei an erloschenen Vulkanen, Höhlen (alte Lavakanäle), jeder Menge wilder Pferde, entlang der Kliffe und natürlich vielen sympathischen Moai´s! Weiters war ich Tauchen bei kristallklarem Wasser (extrem gute Sichtweite, aber im Verglich zu z.B. Belize weniger Fischbestand) und hab eine traditionelle Tanzshow der Rapa Nui genossen. War eine geniale Woche auf “der Insel“!
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